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Professionelle Ausbildung

Will man eine effiziente und pädagogisch orientierte Vorbereitung auf den Lehrberuf, so sind Ziele und Inhalte der Ausbildungskonzepte berufsbezogen und praxisnah auszurichten. Lehrer sind auf eine leistungsorientierte, schülergemäße, d.h. aber auch nicht überfordernde Schule vorzubereiten. In diesem Ansinnen muss der wissenschaftliche Anspruch einzelner Studienfächer klarer an praktische Elemente von Unterrichts- und Erziehungsaufgaben gebunden werden. Teil des Ausbildungsprogramms für den Lehrberuf muss der Erwerb wichtiger Basiskompetenzen sein. 
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Fachliche Kompetenz


Fachliches Wissen und Können muss auf einem fundierten Niveau stehen. Eine solide fachliche Ausbildung über das Schülerniveau hinaus ist ebenso wichtig wie Kenntnisse in wissenschaftlichen Arbeitsweisen und Forschungsmethoden. Eine zu stringente Wissenschaftsorientierung und Theoriebildung, die in der universitären Ausbildung vielfach überzeichnet wird, stehen einer alltagsbezogenen Anwendung im Wege. In der Unterrichtspraxis darf die Präsentation von Lerninhalten nicht zu einem reinen "Stofftransport" (mit überhöhtem Anspruch) verkommen.

Fachliche Kompetenz allein macht nicht das Wesen der Lehrertätigkeit aus und kann nicht als hinreichend für ein optimales Unterrichten angesehen werden. Im Grund- und Hauptschulbereich hat die fachliche Ausbildung im Kern den Fächern Deutsch und Mathematik, so wie der grundlegenden Wissensbildung zu gelten. 
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Personale Kompetenz

Die Entwicklung von Beziehungen in der Klasse erfordert vom Lehrer ein hohes Maß an Verantwortungsgefühl und eine grundlegend positive Einstellung zu Schülern. Eine qualifizierte Schulung pädagogischer Fähigkeiten, mentaler Haltungen und charakterlicher Eigenschaften ist Voraussetzung für eine gelingende Kommunikation, die Lernen erst möglich macht. Dazu muss die Bereitschaft von Lehrern vorhanden sein, eigenes Handeln immer wieder zu überdenken und in Hinblick auf die Adäquatheit der Situation kritisch zu prüfen. Personal verantwortetes Handeln besteht in der Fähigkeit zur Selbstreflexion, zur Achtung der Würde des anderen und zur Verwirklichung demokratischer Grundsätze.
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Soziale Kompetenz

Die "soziale Dimension" spielt für das Lernklima in der Klasse eine entscheidende Rolle. Lehrer müssen ausgebildet werden, auf die Individualitäten der Schüler einzugehen, ihnen gegenüber fair und gerecht zu handeln. Voraussetzung dafür ist der Aufbau eines guten Maßes an Vertrauen. Es gilt genauso, Hintergünde von Entwicklungen bzw. Verhaltensweisen erkennen und steuern zu können. Um gemeinsamen Erfolg zu erzielen, ist es notwendig, an einer partnerschaftlich humanen Beziehung zwischen Lehrern und Schülern zu arbeiten. Sozial verantwortetes Handeln besteht in der Bereitschaft, zu sozialer Sensibilität und Kooperationsbereitschaft zu erziehen. Der Lehrer muss Schülern - auch in schwierigen Situationen - Vorbild sein.
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Pädagogische Kompetenz

Diese Kompetenz steht in enger Vernetzung zu den beiden vorhergehenden. Im Zentrum pädagogisch orientierten Handelns liegen Fähigkeiten, die sich psycho-emotionalen Freiraum schaffen, um situationsadäquate und erfolgsgerechte Entscheidungen zu treffen.

Zielorientiertes und flexibles Handeln bedeutet, bei Interessenskonflikten für beide Seiten brauchbare Lösungen zu finden. Es geht in problemetischen Entscheidungssituationen, um den tatsächlichen Verzicht auf Herrschafts- oder Machtausübung. Lehrer haben gewissenhaft zu überprüfen - und dazu müssen sie in der Ausbildung befähigt werden - welchen Anteil sie selbst an konfliktträchtigen Situationen tragen. Dazu ist ein Perspektivenwechsel notwendig: Lehern muss klar sein, wie und mit welchen Folgen eigenes Verhalten auf Schülerseite wahrgenommen wird. 
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Gestaltungskompetenz

Eine wichtige Kompetenz besteht darin, für Schüler eine interesseweckende und lernmotivierende Unterrichtskultur aufzubauen. Dazu gehört, Inhalte thematisch ansprechend auszuwählen, überschaubar zu gliedern und transparent zu vermitteln. Diese Fähigkeiten müssen unterstützt werden durch geeignete fachspezifische Methoden und Unterrichtsweisen.

Gerade durch das methodische Arrangement - auch im Sinne einer modernen Mediengestaltung - kann Lehren und Lernen eine didaktische Aufwertung erfahren, die Rhytmisierung des Unterrichts und Effektivität ins Zentrum setzt. Wichtige Ziele liegen im selbständigen Zugang von Schülern zu Lerngegenständen. Lehrer müssen lernen, diesen auch zuzulassen. Parallel dazu darf weiterhin die Überzeugung bestehen, dass erklärende Informationen oder Demonstrationen von Lehrerseite unerlässlich sind.